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Wie man Lavendelstecklinge vermehrt

Wie man Lavendelstecklinge vermehrt

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Sie wollen wissen, wie man Lavendel vermehrt? Eigentlich brauchen Sie das gar nicht zu wissen, denn bei uns können Sie schöne und kräftige Lavendelpflanzen in vielen verschiedenen Farben kaufen. Wir haben aber auch Verständnis dafür, wenn Sie Ihren grünen Daumen und Ihr Gärtnerglück auf die Probe stellen und diese schönen Sommerblumen selbst vermehren wollen. Wie man Lavendel vegetativ, also durch Stecklinge, vermehrt, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Warum man Lavendel über Stecklinge vermehrt?

Wenn Sie bereits einige Lavendelpflanzen in Ihren Gartenbeeten, Balkonkästen und Kübeln kultivieren, können Sie davon selbst Stecklinge schneiden und in kurzer Zeit viele Jungpflanzen anziehen. Ein Steckling hat gegenüber einem Sämling einen kleinen Wachstumsvorsprung, da sich sofort nach der Bewurzelung Seitentriebe bilden. Die Vermehrung durch Stecklinge ist daher schneller. Außerdem sehen die Pflanzen im Vergleich zu den Mutterpflanzen gleich aus. Wuchsform, Blütenfarbe und Blütengröße sind nicht zu unterscheiden. Die Pflanzen sind genetisch identisch.

Wann man Lavendelstecklinge schneidet

Das Frühjahr ist die beste Zeit, um den Lavendel durch Stecklinge zu vermehren. Die jungen Triebe sind zum Saisonstart sehr wüchsig. Außerdem haben die jungen Pflanzen genügend Zeit, um sich im Laufe der Gartensaison kräftig zu entwickeln.
Wenn bei dem Verjüngungsschnitt im Frühjahr ganz nebenbei sehr viele lange Triebspitzen anfallen, können Sie diese für die Vermehrung verwenden. Beachten Sie, dass es zum Zeitpunkt des Rückschnitts noch sehr kalt sein kann. Stellen Sie die Pflanzkästen mit den Stecklingen an einen warmen, hellen Ort, damit sich die Wurzeln schnell entwickeln können.
Die im Spätsommer aus Lavendelstecklingen gezogenen Jungpflanzen sind noch nicht winterhart. Wir empfehlen, für die späte Stecklingsvermehrung nur Echten Lavendel zu verwenden. Am sichersten ist es, die Jungpflanzen an einem hellen, frostfreien Ort zu überwintern.

Materialbedarf für die Anzucht von Lavendelstecklingen

  • Zum Schneiden der Stecklinge braucht man ein scharfes Messer, mit dem ein glatter Schnitt ausgeführt werden kann. Saubere und glatte Schnittkanten heilen besser und bewurzeln schneller.
  • Ideal für die Anzucht ist ein kleines Gewächshaus oder ein Zimmergewächshaus. Diese Pflanzgefäße mit durchsichtigem Deckel haben Belüftungslöcher zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Normale Blumentöpfe oder Pflanzschalen sind ebenfalls geeignet. Die Stecklinge müssen jedoch mit einer Folie abgedeckt werden. Dabei muss man darauf achten, dass sie weder zu nass noch zu trocken gehalten werden. Zur Beurteilung dieser Frage ist ein wenig Fingerspitzengefühl erforderlich.
  • Als Substrat wird je nach Gefäßgröße etwas torffreie, nährstoffarme Anzuchterde und Sand benötigt.
  • Die Verwendung von Bewurzelungspulver ist nicht zwingend erforderlich. Es enthält jedoch Pflanzenhormone, die die Wurzelbildung fördern.

Wie man Lavendel über Stecklinge vermehrt

Nachfolgend haben wir die einzelnen Schritte der Stecklingsvermehrung aufgelistet. Erfahren Sie, wie man Stecklinge gewinnt, steckt und pflegt.

  1. Das Zimmergewächshaus oder den Anzuchtkasten mit dem Gemisch aus Anzuchterde und groben Sand füllen.
  2. 10 cm lange, grüne weiche Zweigabschnitte abschneiden und die Triebspitze entfernen.
  3. Die unteren Blattpaare abstreifen, sodass etwa 5 cm des Triebes frei sind.
  4. Die Schnittseite des Stecklings in das Wurzelpulver stippen.
  5. Den entblätterten Triebabschnitt in die Pflanzerde stecken.
  6. Wenn kein Zimmergewächshaus verwendet wird: Pflanzgefäß mit Folie abdecken, damit die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig wird.
  7. Stecklinge müssen regelmäßig gegossen werden, da die Wasseraufnahme durch die fehlenden Wurzeln eingeschränkt ist. Ein Standort in direkter Sonne ist daher ungeeignet.
  8. Lavendelstecklinge dürfen aber auch nicht zu feucht gehalten werden. Entfernen Sie die Abdeckung, wenn sich Wassertropfen an der Folienunterseite absetzen. Das regelmäßige Lüften verhindert, dass sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit Bakterien und Pilzerreger entwickeln können.
  9. Wenn die Wurzelbildung kräftig genug ist, kann auf die Abdeckung verzichtet werden.
  10. Wenn der Steckling Seitentriebe bildet, sollten diese gestutzt werden. Auf diese Weise verzweigt der Steckling und entwickelt sich zu einer vitalen, kompakten Lavendelpflanze.
  11. Die jungen Pflanzen in Beete, Kübel oder Balkonkästen pflanzen.

Lavendelstecklinge im Wasser vermehren?

Wir raten davon ab. Lavendel ist empfindlich gegen Pilze und Bakterien. Wenn Sie einen Steckling in ein Glas Wasser stellen, verwelkt der Trieb sehr schnell.

Lavendel selbst vermehren

Eine Verfahrensweise, wie Sie den Lavendel selbst vermehren können, haben wir Ihnen hier vorgestellt. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Vermehrung durch Stecklinge. Es ist übrigens auch möglich, Lavendel durch Samen zu vermehren. Wenn Ihnen diese Methode nicht zusagt oder Sie eine bestimmte Sorte vermehren möchten, empfehlen wir Ihnen den Kauf unseres Lavendelsamens.

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